Magdeburger Glaubensgeschwister auf einem Schiff

Bei strahlendem Sonnenschein unternahmen die beiden Magdeburger Gemeinden gemeinsam eine Schifffahrt auf der Elbe. Dabei konnte man auch interessante Impressionen der Landschaft wahrnehmen.

Seit langem wurde in den beiden Magdeburger Stadtgemeinden Neustadt und Süd der Gedanke bewegt, einmal gemeinsam etwas außerhalb eines Gottesdienstes zu unternehmen. Dabei sollte jeder unabhängig vom Alter oder der körperlichen Verfassung teilnehmen können.

Unter diesen Kriterien entschlossen wir uns, eine Schifffahrt auf der Elbe zu organisieren.

Aufgrund des großen Interesses der Geschwister aus den Gemeinden Neustadt und Süd wurde das größte Magdeburger Ausflugsschiff "MS Sachsen-Anhalt" komplett gebucht. So legte am Samstag, dem 5. Juni 2010 bei strahlendstem Sonnenschein das Schiff mit 120 Magdeburger Geschwistern aller Altersstufen vom Ufer ab.

Als Fahrtroute hatten wir die traditionelle "Große Acht" über das Wasserstraßenkreuz gewählt. Wir fuhren zuerst einige Kilometer stromabwärts - vorbei am Herrenkrug und Hohenwarthe - bis zur Schleuse Niegripp und von dort in den Elbe-Havel-Kanal, um dann über die Schleuse Hohenwarthe, mit einem Höhenunterschied von 19 m, das Niveau der neuen Kanalbrücke über die Elbe zu erreichen. Die Kanalbrücke wurde 2003 in Betrieb genommen und ist mit 918 m die längste Kanalbrücke der Welt, die über einen Fluss führt. Über das Schiffshebewerk Rothensee erreichten wir wieder die Elbe und nach gut 4 Stunden wohlbehalten unseren Ausgangsort "Petriförder".

Die Elbe hatte gerade Hochwasser und überschwemmte bereits die Wiesen. Stellenweise war sogar der Elbe-Radeweg in den Fluten des Flusses verschwunden. Als das Schiff auf der Kanalbrücke fuhr, konnte man in der Ferne, weiss glänzend, die Kaliberge von Zielitz erkennen.Wer wollte, konnte sich auf dem Schiff Kaffee und Kuchen oder Eis bestellen und somit die Fahrt noch ein wenig "versüßen". Angeregte Gespräche sowie vorbereitete gemeinsame Aktivitäten ließen die Zeit wie im Fluge vergehen. Beim Schätzen des Warenwertes eines Präsentkorbes sowie beim Lösen eines Bibelquiz wurden ausgiebig Erfahrungen und Kenntnisse ausgetauscht. Die Gewinner wurden mit kleinen Preisen belohnt. Zur Lösung des Rätsels wurden sogar nicht anwesende Gemeindemitglieder als "illegale Telefonjoker" hinzugezogen, was aber letztlich das Ergebnis nicht beeinflusste.

Mit vielen neuen Eindrücken über das große Wasserstraßenkreuz und sehr viel Freude über dieses gelungene Gemeinschaftserleben begaben wir uns auf den Heimweg und stellen uns jetzt bereits die Frage nach einer ähnlichen Veranstaltung im nächsten Jahr.

Text: E.P. / Fotos: D.W.

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