Jugendwochenende in Bollmannsruh

Zum dritten Mal in Folge erlebten die Jugendlichen aus den Bezirken Magdeburg und Stendal eine gemeinsame Freizeit. Die Besonderheit in diesem Jahr war der Besuch durch Apostel Korbien. Wie im letzten Jahr ging es in das KIEZ Bollmannsruh.

Am Freitagabend, 13. Juli 2012 trafen nach und nach die ca. 100 Teilnehmer in Bollmannsruh am malerischen Beetzsee in Brandenburg ein. Begrüßungs- und Kennlernspiele nach dem Abendbrot unterstützten sowohl das freudige Wiedersehen für diejenigen, die sich bereits kannten, als auch das Willkommen für alle, die neu in diesem Kreis waren. Der traditionelle Höhepunkt am Freitag, die Nachtwanderung, führte dazu, dass niemand vor Mitternacht im Bett war.

Der erste Aktionspunkt am Samstag war eine Gesprächsrunde mit Apostel Korbien. Ausgehend von Fragen, die im Vorfeld zusammengestellt worden waren, ergab sich ein informatives und sehr inhaltsreiches Gespräch. Jens Korbien berichtete in sehr persönlicher Weise von seiner Arbeit als Apostel. Weitere Themen waren die Entwicklung der Kirche und die Formulierung des neuapostolischen Glaubens in dem in Kürze erscheinenden Katechismus. Spontane Fragen sorgten für interessante Höhepunkte im Gespräch.

Da das Wetter durch kräftige Regenschauer geprägt war, wurde kurzfristig das Programm umgestellt. Bis zum Mittagessen bestand das Angebot aus einem Musikworkshop. Danach konnten die Jugendlichen an mehreren Aktivitäten teilnehmen: Vorbereitung der Abendandacht durch die Anfertigung von Fotografien, Teilnahme am Kurs „Yoga für Christen“ oder eine Schatzsuche auf der anderen Seite des Beetzsees mit Großkanus. Außerdem konnten sie auf dem Gelände der Freizeiteinrichtung Frisbee, Fußball und Basketball spielen oder auch einfach baden gehen. Da Apostel Korbien bis zum Abend blieb, bot sich noch dazu die Gelegenheit, mit ihm ins Gespräch zu kommen.

Im Anschluss an das abendliche Grillen fand die Abendandacht statt. Sie stand unter dem Motto „Dieser Weg wird kein leichter sein“. Mit Musik und Bildern, die im Workshop entstanden waren, wurde dieser Weg mit seinen möglichen Hindernissen anschaulich dargestellt. Es entstand eine berührende Stimmung, weil einerseits die Bitte „Bewahre uns Gott“ geäußert wurde und andererseits den Jugendlichen auch bewusst wurde: „Und was wir alleine nicht schaffen, das schaffen wir zusammen.“

Der Abend klang dann am Lagerfeuer aus, wobei es glücklicherweise die gesamte Nacht trocken blieb.

Im Gottesdienst am Sonntag standen das Erleben und die Gedanken des Propheten Jona im Mittelpunkt: Jona tat, was Gott wollte, nur Gott tat nicht, was Jona wollte. Es wurden verschiedene Situationen beleuchtet, die darauf eingingen, wie es uns heute bei diesen Fragen geht; was unsere Erwartungen an unseren himmlischen Vater, an seine Barmherzigkeit, sein Eingreifen, seine Hilfe sind. Dabei entstand auch die Frage: Und was darf Gott von uns erwarten?

Noch vor dem Mittagessen wurden dann auch die Geheimnisse des Spiels „Der fremde Freund“ gelüftet. Seit Freitag hatte jeder die Aufgabe, jemandem anderen etwas Gutes zukommen zu lassen oder etwas Gutes zu tun, ohne dass der Beschenkte wissen sollte, wer denn sein geheimer Freund sei. Auch dieses Spiel schuf ein intensives Erleben der Zusammengehörigkeit.

Trotz des recht kühlen und regnerischen Wetters in diesem Jahr fuhren nach dem Mittagessen alle von vielen Gemeinschaftserlebnissen inspiriert wieder nach Hause.

M.H.