Welche Sprache sprichst du?

Apostel Korbien hatte zum Kindergottesdienst nach Magdeburg eingeladen, an dem die rund 40 Religionsschülerinnen und -schüler sowie die Konfirmanden des Kirchenbezirkes Magdeburg teilnahmen.

Der Gottesdienst stand unter dem Bibelwort Matthäus 26, 73:

„Und nach einer kleinen Weile traten hinzu, die da standen, und sprachen zu Petrus: Wahrhaftig, du bist auch einer von denen, denn deine Sprache verrät dich.“

Vom Bibelwort abgeleitet war das Thema des Gottesdienstes: „Welche Sprache sprichst du?“ Schon im Vorfeld war der Gottesdienst von den Kindern vorbereitet worden. Sie waren aufgerufen, das Wort „Frieden“ in die verschiedenen Sprachen zu übersetzen.

Nach dem Eintreffen der Kinder in unserer Kirche wurde erst einmal das musikalische Programm für den Gottesdienst geübt. Es wurde musiziert und Lieder in unterschiedlichen Sprachen gesungen.

Kurz bevor der Gottesdienst begann, traten 6 Kinder vor den Altar. In den Sprachen deutsch, englisch, französisch, russisch, spanisch, polnisch und in Lautsprache mit lautsprachbegleitenden Gebärden wurde nacheinander der Satz gesprochen: „Guten Morgen. Herzlich willkommen zum Gottesdienst hier in unserer Kirche Magdeburg-Neustadt.“

Da es vor dem Gottesdienst doch noch etwas unruhig war, bereitete der Bezirksevangelist die Kinder noch in besonderer Weise für den Gottesdienst vor. Er nahm eine Stimmgabel, schlug sie an und hielt sie an die Orgel. Die Kinder sollten aufpassen ob sie den Ton hören konnten. Alle hörten den Ton. Dann ging er noch einen Schritt weiter. Der Bezirksevangelist ließ eine Stecknadel fallen und, oh Wunder, man konnte sie hören! So leise war es geworden.

Im Gottesdienst ging der Apostel auf die Sprache als Erkennungsmerkmal ein. Man kann daran erkennen, wo man herkommt. Welchen Wortschatz pflegen wir, so fragte er? Sprechen wir auch die Sprache Gottes? Die Zunge ist ein wichtiges Körperorgan. Ohne sie könnten wir nicht sprechen. Aber wir müssen unsere Zunge auch im Zaume halten, um keinen zu verletzen. Es gibt auch eine Sprache ohne Worte. Das ist die Sprache des Herzens. Das kann ein Lächeln, eine Umarmung aber auch Schweigen und Musik sein.

Die Feier des Heiligen Abendmahls war ein besonderer Höhepunkt. Der Apostel lobte besonders die Andacht und Ruhe während des Ablaufs der Feier. Es war so still, dass man wieder eine Stecknadel gehört hätte, die auf den Boden fällt.

Am Ende des Gottesdienstes konnten sich die Kinder Klammern als Anstecker mitnehmen. Auf jeder Klammer stand in einer anderen Sprache: „Jesus ist unser Freund.“

E.U., Bilder: D.G.