Jugendauftakt-Gottesdienst in Magdeburg-Neustadt

„Alles, was dir vor die Hände kommt, es zu tun mit deiner Kraft, das tu!“ – mit diesen Worten begrüßte Bezirksältester Unruh die Jugendlichen aus den Bezirken Halberstadt, Stendal und Magdeburg.

Passend zum ersten gemeinsamen Jugendgottesdienst in diesem Jahr richtet sich das Wort vor allem an diejenigen, die neuen Mut für einen kommenden Zeitabschnitt benötigen. Das Bibelwort (Prediger 9, 10) konnte demnach als eine persönliche Einladung für die jungen Geschwister verstanden werden, im angebrochenen Jahr in allem, wo ihnen der Mut fehlt und Hindernisse auftreten, auf Gott zu vertrauen und sich sicher zu sein, dass er sein Gelingen dazu schenkt. Ein solches kleines Hindernis musste jeder Gottesdienstbesucher beim Betreten des Kirchenschiffs überwinden: Ein Teil der Jugendlichen hatte in Vorbereitung auf den Gottesdienst Pappkartons auf der Türschwelle aufgebaut, die eine flache Mauer bildeten. „Mit Gott über Mauern springen“, kommentierte der Bezirksälteste diese Aktion. „Manche von euch haben erst einmal gemurrt, als sie diese Hürde gesehen haben, aber ich denke, jeder von uns konnte ohne Probleme darüber steigen.“

Das Eingangslied „Mit dir, o Herr, verbunden“ (GB 189) führte diesen Gedanken mit den in den Strophen beschriebenen Beispielen weiter, in denen uns der Mut verlassen kann, aber Gott doch immer bei uns ist. Der Jugendchor, der annähernd aus der gesamten Gemeinde bestand, trug diese Zuversicht in freudig vorgetragenen Liedern wie „Ins Wasser fällt ein Stein“, „Gloria A Dios“ oder „Kleines Senfkorn Hoffnung“ weiter. Priester Kautschke, Diakon Quizdorf und Priester Korbien dienten mit und berichteten von Alltagserlebnissen, bei denen es oft erst an Mut fehlte, aber dann doch die Situation durch die Hilfe Gottes gemeistert werden konnte.

Das vom Chor vorgetragene Bußlied „Ich sinke still und anbetend“ bereitete auf das Heilige Abendmahl vor und ließ eine nachdenkliche Stille einkehren. Während der Feier des Heiligen Abendmahls drückte sich in dem Lied „Erlöst bin ich selig in Jesu“ die Freude über das Erleben in dieser besonderen Gemeinschaft aus.

Schon vor dem Gottesdienst konnten die Jugendlichen ihre aktuellen „Hindernisse“ an eine Pinnwand heften. Nach dem Schlusssegen wurde dann dazu aufgerufen, jeder der möchte, könne seine Sorgen dort anbringen und sich einen Zettel mit dem Hindernis eines anderen wegnehmen und für die Situation beten.

Text: J.E.; Fotos: D.G.