Jugendfreizeit in Arendsee

Vom 4. bis 6. Juli 2014 erlebten die Jugendlichen der Kirchenbezirke Halberstadt, Magdeburg und Stendal ein gemeinsames, ereignisreiches und emotionsgeladenes Wochenende. Veranstaltungsort war wie im Vorjahr das Kinder- und Jugenderholungszentrum Arendsee.

Am Freitagabend gab es zwei spannende Ereignisse: einmal das Fußballspiel Deutschland gegen Frankreich und die Anreise zur Jugendfreizeit in Arendsee. Tja, was nun? Zum Glück ging beides. Denn wer ab 17:00 Uhr anreiste, konnte sowohl das Zimmer beziehen, als auch Fußball gucken. Das gab ein Gejohle nach dem ersten Tor und dem damit verbundenen Sieg für Deutschland.

Während des Fußballspiels waren dann auch so gut wie alle eingetroffen und es konnte anschließend mit Kennenlernspielen begonnen werden. Zuerst lernte man die unterschiedlichen Begrüßungsarten der Welt kennen. Danach sollte man einander kennenlernen. Mit Hilfe von zerteilten Spielkarten galt es, das passende Gegenstück zur eigenen Karte zu finden und mit dem Besitzer der betreffenden Karte ein Bild zu gestalten. Im weiteren Verlauf des Abends konnte noch das Spiel Brasilien gegen Kolumbien geschaut werden und wer wollte, hatte um 23:30 Uhr die Möglichkeit, wie im letzten Jahr auch, an einer Nachtwanderung teilzunehmen.

Der nächste Morgen wurde mit Gebet und organisatorischen Hinweisen begonnen, bevor sich alle auf das Frühstück stürzen konnten. Anschließend wurden mittels Geocaching einige Geländespiele durchgeführt. Geocaching ist eine Art elektronische Schatzsuche oder Schnitzeljagd. Allerdings musste das Geocaching schnell abgebrochen werden, da die Handys nicht genau genug arbeiteten, sodass einige Teilnehmer 50 Meter von der nächsten Station entfernt landeten. Es ging aber weiter, indem immer die nächsten Stationen angesagt wurden. Hinterher gab es für alle das wohlverdiente Mittagessen.

Am Nachmittag konnte man an einem Musikworkshop teilnehmen, in dem zwei Lieder für den Gottesdienst eingeübt wurden. Später ging es dann zum Arendsee, auf dem man Drachenboot fahren oder in dem man auch einfach nur schwimmen konnte. Das Baden wurde aber durch ein Gewitter unterbrochen. Alle versuchten nun, so schnell wie möglich in die Jugendherberge zu gelangen. Doch so schnell, wie das Unwetter gekommen war, hatte es sich auch wieder verzogen, sodass es wieder eine rege Beteiligung beim Fußball und Volleyball gab.

Am Abend wurde gegrillt. Jeder konnte sich mit jedem unterhalten, neue Bekanntschaften entstanden, man tauschte Erfahrungen aus. Der fröhlichen Stimmung folgte eine Stimmung voll Besinnung und innerer Einkehr, denn es gab eine sehr bewegende Einstimmung auf den Gottesdienst für Entschlafene am nächsten Tag. Im Anschluss wurde noch ein Workshop zur Predigt vom Gottesdienst für die Entschlafenen durchgeführt. Hier kamen viele Gedanken zusammen.

Nun wurde wegen der Waldbrandgefahr das "Lagerfeuer" in einer Feuerschale angezündet. Die Jugendfreizeit erreichte nun vermutlich ihren Höhepunkt, denn es wurde zur Gitarrenmusik gesungen und sich ausgelassen unterhalten, solange, bis ein jeder für sich meinte, dass es Zeit für ihn war, sich in Richtung Bett zu begeben.

Am Sonntag folgte nach dem Morgengebet und dem Frühstück der Jugendgottesdienst zum Gedenken an die Entschlafenen im Freien. Es war sehr beeindruckend, wie nur das Vogelgezwitscher zwischen den Worten der Amtsträger zu hören war und die Jugend andächtig lauschte. Auch die Lieder verfehlten ihre Wirkung nicht. Jeder konnte auf seine eigene Art und Weise in sich gekehrt nachdenken.

Nach dem Gottesdienst gab es eine allgemeine Aufbruchstimmung, wer es noch nicht getan hatte, packte noch schnell seinen Koffer. Nach dem Mittagessen war es dann da, das Ende von einem schönen und gelungenen Wochenende. Alle die sich kannten verabschiedeten sich mit Umarmung, mit einfachem Händedruck.

Alles in allem kann man sagen, es war ein gelungenes Wochenende mit
Wiederholungsbedarf.

Text: F.C. (Aschersleben); R.W. (Torgau), Fotos: M.T.