Erster Besuch des neuen Bezirksapostels im Kirchenbezirk Magdeburg

Die Gemeinde Wolmirstedt konnte sich auf die erste Begegnung mit dem neuen Bezirksapostel freuen.

Seitdem die Planung bekannt war, freuten sich die Geschwister von Wolmirstedt darauf, dass der Bezirksapostel Rüdiger Krause ihre Gemeinde schon bald nach Übernahme der Verantwortung für die Gemeinden des ehemaligen Bereiches Mitteldeutschland besuchen wollte. Entsprechend bereiteten sie sich darauf vor.

Am Morgen dieses schon äußerlich strahlenden Sonntags wurde der Bezirksapostel vor der Kirche von allen Vorstehern mit ihren Frauen begrüßt. An seinem Platz in der Sakristei fand er einen Willkommensgruß von den Kindern des Bezirkes vor in Form eines Fotos vom diesjährigen Kindertag.

In seiner Begleitung befanden sich Apostel Korbien, Bischof Petereit sowie Bischof Starosta aus Polen. Als Bibelwort diente 1. Korinther 10, 12.13.

Zuerst ging der Bezirksapostel auf einige Punkte ein, die ihn anfangs bereits besonders beeindruckt hatten. Darunter war der Spruch „Danke für dein JA!“, den er auf dem Altar vorgefunden hatte. Den Inhalt bezog er nicht allein auf sich, sondern gab ihn auch zurück in die Gemeinde. Auch meinte er: „Eigentlich könnte dieser Spruch immer hier auf dem Altar liegen.“

Dann ging er auf das erste Chorlied ein: „Ich glaube fest, dass alles anders wird…“ Das bezie­he sich keinesfalls auf die personelle Veränderung. Die sei unbedeutend. Vielmehr ist die folgende Aussage des Liedtextes wichtig: „…wenn uns die Liebe immer weiter führt.“ Ihm liege daran, so der Bezirksapostel, dass wir in der Liebe Jesu zusammenwachsen und gemeinsam dem Herrn weiter nachfolgen bis zum Ziel.

Ein Schwerpunkt des Dienens war, wie leicht man fallen kann, auch wenn man meint, fest zu stehen. Ein eindrückliches Beispiel liefert uns das Verhalten des Volkes Israel. Als Mose nach der Begegnung mit Gott auf dem Berg etwas länger ausblieb, fertigten sie sich das goldene Stierbild und beteten es als an als den Gott, der sie aus der Gefangenschaft geführt hat! Allzu schnell fielen sie ab von dem lebendigen Gott, der sie bisher so wunderbar geführt hatte. Auch ein Petrus fiel schneller als er es sich vorstellen konnte und verleugnete den Herrn. Der Fortgang der Ereignisse lehrt uns eine tröstliche Grundwahrheit: Gott ist treu!

Viele wertvolle Gedanken wurden noch ausgewirkt, ergänzt und unterstrichen durch das Mitdienen des Bischofs Starosta und des Apostels Korbien. Ein besonderer Höhepunkt war das Heilige Abendmahl für die Entschlafenen, einfühlsam musikalisch vor- und nachbereitet.

Hinterher erfuhr der Bezirksapostel, dass das ein Diakon der Gemeinde von seinem am 19.06. im Gottesdienst in Hannover gesprochenen „Ja“ so beeindruckt war, dass er eine kleine Schieferplatte mit dem anfangs erwähnten Spruch fertigte. Er bat den Vorsteher, diese am Sonntag auf den Altar zu legen und meinte dabei: „Eigentlich könnte dieser Spruch dort immer liegen!“

Nun ist er auch tatsächlich dort verblieben. Können wir nicht jedem Amtsträger danken, dass er „JA“ gesagt hat zum Dienen? Zudem wird der Spruch immer an den ersten Besuch des Bezirksapostels in der Gemeinde Wolmirstedt am 10. Juli 2016 erinnern.